Vita

Meine Ausbildung absolvierte ich am Konservatorium der Stadt Wien (Diplom: Musical, Operette, Singspiel).und entdeckte dabei auch meine Leidenschaft für das Genre Schauspiel. Am Wiener Theater Experiment, spielte ich Camus, Peter Handke, eine Uraufführung von Albert Drach und 1994 acht Wochen die Rolle der “Anne Frank”. Am Stadttheater Baden war ich „Die Jugend” in Raimunds „Der Bauer als Millionär”, an der Studiobühne Villach spielte ich die Hauptrolle im Musical „Linie 1 “,  bei den Sommerspielen Grein die Eve in Kleists  „Der zerbrochene Krug”. Parallel schloss ich mein Anglistik- und Romanistik-Studium an der Universität Wien ab.

Es folgte ein dreijähriges Engagement an das Theater der Landeshauptstadt St. Pölten, das mir eine große Bandbreite an Rollen in den verschiedenen Sparten bot.  Ich spielte Goldoni, Nestroy, Shaw, war die Erzählerin im Ballett „Schneewittchen”, die „Chava“ in „Anatevka“, das „Klärchen“ im „Weißen Rössl, die „Irma“ in „Meine Schwester und ich“, die „Raina“ in „Helden“ und die „Roxane“ in „Cyrano de Bergerac“. Nach der Musicalrolle “Elvira Madigan” in Südtirol folgten wunderbare Schauspielrollen an der Freien Bühne Wieden unter der Direktion von Gerald Szyszkowitz. Ich spielte in Uraufführungen von Erika Mitterer, Gerald Szyszkowitz, Matthias Mander, Wilhelm Pellert, René Freund, René Rumpold, Nici Neiss, Susanne Wolf, Susanne Falk und Stefan Vögel, aber auch Schnitzler-Rollen wie die „Genia” in „Das weite Land”.

Ein Engagement an der Staatsoper Wien – eine Schauspielrolle in der Konwitschny Inszenierung der französischen Fassung von Verdis „Don Carlos” –  war ein besonderes Erlebnis. Ebenso die anspruchsvolle Rolle der „Jeanne d´Arc“ in einer halbszenischen Aufführung von Honeggers Oratorium am Kongresshaus Villach unter der Regie von Alfred Meschnigg. Gastspiele, auch Einpersonenstücke, führten mich nach Moskau, St. Petersburg und Sofia. Bei Sommerspielen in Niederösterreich, Burgenland, Vorarlberg, Südtirol bot sich Gelegenheit für Rollen von Nestroy bis Shakespeare und Marlowe, von der Titelrolle im Musical „Elvira Madigan” bis zu einem Ausflug in Kálmáns  “Csardasfürstin”. Bei den Wachaufestspielen spielte ich  vier Jahre “Die Werke” im “Jedermann” und bei den Sommerspielen Sitzenberg 2021 in “Hin und Her” von Horváth.

Ich inszenierte Uraufführungen von Elfriede Hammerl, René Freund, Matthias Mander, Ernst Jürgen Dreyer, Stefan Vögel, Thomas Enzinger, Wilhelm Pellert, Helmut Korherr,  aber auch „Klassiker“ wie „Becket und die Ehre Gottes” von Jean Anouilh, Shaws „Helden” und „Der Unbestechliche” von Hugo von Hofmannsthal.

Sehr gern gestalte ich musikalisch-literarische Programme und erinnere in Lesungen und Chansonabenden an Künstlerpersönlichkeiten, die verfolgt wurden oder emigrieren mussten.

2012 gelangte mein Stück  „Ich will!” über das Leben der österreichischen Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner an der Freien Bühne Wieden zur Uraufführung. Es folgten Buch und Liedtexte zu dem Musical „Bertha von Suttner” (Komponist: Béla Fischer). Bei den Sommerspielen Schloss Sitzenberg 2014 wurde das Musical vorgestellt und 2016 mit Maya Hakvoort in der Titelrolle im MuTh  konzertant uraufgeführt.

Im TV spielte ich in der Serie „Stockinger“ mit Karl Markovics und war in „Das Attentat – Sarajevo 1914“ unter der Regie von Andreas Prochaska zu sehen. Eine besonders schöne künstlerische Arbeit war für mich auch der Kino- Film „Lina“ unter der Regie von Walter Wehmeyer.

Mit Bürgermeister Franz Redl und Autor Gerald Szyszkowitz gründete ich 2004 die Sommerspiele Schloss Sitzenberg, die ich von 2004 bis 2014 als Intendantin leitete. 2015 erhielt ich dafür von der Gemeinde Sitzenberg-Reidling den Kulturehrenring.

Seit 2010 leite ich in Wien das traditionsreiche Theater Freie Bühne Wieden, wo ich bisher rund 50 Uraufführungen herausbrachte.

Aktuelles

Ab 9. September an der Freien Bühne Wieden “Eine Rose für Juliette Gréco” von Michaela Ehrenstein und René Rumpold.
Im Oktober findet an der Freien Bühne Wieden die Uraufführung von “Gate 23” von Stefan Vögel statt. Regie: Reinhard Hauser.

Rückblick auf schöne Produktionen

Es ist nicht leicht, eine Auswahl zu treffen. Viele (fast alle der geschätzten 150) Produktionen sind mir ans Herz gewachsen. Einen besonderen Platz nehmen die historischen Frauenfiguren ein, mit denen ich mich in Ein- oder Zweipersonenstücken besonders intensiv beschäftigen konnte:

© Rolf Bock
Juliette Gréco von René Rumpold &
Michaela Ehrenstein
Hedy Lamarr von Wilhelm Pellert
Marlene Dietrich von Gerald Szyszkowitz
Melina Marcouri von René Rumpold
Clara Straus von Dorothea Renckhoff
Lina Loos von Lina Loos
Bertha von Suttner

TV / Film

„LINA“

Rolle: Sophie von Waldegg
Kinofilm aus dem Jahr 2017 von Walter Wehmeyer


„Pregau“

Rolle: Martha
MONA-Film aus dem Jahr 2016 unter der Regie von Nils Willbrandt
mit Maximilian Brückner, Ursula Straus, Wolfgang Böck, Robert Palfrader u.v.a.


Das Attentat – Sarajevo 1914

Rolle: Erzherzogin Sophie
DOR-Film aus dem Jahr 2014 unter der Regie von Andreas Prochaska