DIE SCHAUSPIELERIN

Während meiner Ausbildung am Konservatorium der Stadt Wien (Diplom Klasse Musical, Operette, Singspiel),

habe ich meine Leidenschaft für das Schauspiel entdeckt und am Wiener Theater Experiment meine ersten 

wichtigen Rollen gespielt, darunter die Anne Frank.

Am Stadttheater Baden war ich Die Jugend, an der Studiobühne Villach habe ich die Hauptrolle im Musical Linie 1 gespielt, bei den Sommerspielen Grein die Eve im Zerbrochenen Krug. Parallel zu diesen ersten Engagements habe ich mein Anglistik/Romanistik Studium an der Uni Wien abgeschlossen.

In drei Jahren am Stadttheater St. Pölten freute ich mich über so schöne Aufgaben wie die Chava in Anatevka, Klärchen im Weißen Rössl, Delfine im Konzert, Roxane in Cyrano de Bergerac und Raina,in Helden. (kleine Auswahl).

Unzählige Schauspielrollen folgten, viele davon in Uraufführungen an der Freien Bühne Wieden in Stücken von Mitterer, Szyszkowitz, Mander, Pellert, Vögel. Ein Schauspielengagement an der Staatsoper Wien in der Konwitschny Inszenierung der französischen Don Carlos Fassung war für mich ein unvergessliches Erlebnis. 

 

DIE THEATERDIREKTORIN

Aus Interesse habe ich den Lehrgang für Kulturmanagement an der Uni Wien besucht und im Jahr 2000 meinen Master gemacht, noch ohne konkretes Ziel. Aber es kam doch so...

Von 2004 bis 2014 leitete ich als Intendantin die Sommerspiele Schloss Sitzenberg. 

Seit 2010 bin ich Direktorin der Freien Bühne Wieden in Wien, wo ich über 40 Uraufführungen herausgebracht habe.

 

DIE REGISSEURIN

Immer mehr zog es mich im Lauf der Jahre auch ins Regiefach.

2017 Kleingeldaffaire 3 von Elfriede Hammerl, // 2016 Geheimakte Tripolis von Matthias Mander / Becket von Jean Anouilh // 2015 Doppelter Boden von Ernst-Jürgen Dreyer // 2014 Auf der anderen Seite des Weges von Magdalena Severin / Mein Mann hat Facebook von Stefan Vögel // 2013 Ledergeld von Matthias Mander / Freispruch von Matthias Mander // 2010 Parteienverkehr von René Freund / Der Unbestechliche von Hugo von Hofmannsthal // 2009  Haydn von Helmuth Korherr / Helden von George Bernhard Shaw // 2007 Sindelar von Wilhelm Pellert // 2004 Talkshow von Thomas Enzinger // 2000 Honigmond von Gabriel Barylli  

 

DIE CHANSONSÄNGERIN

Immer schon gehörte mein Herz dem Chanson und dem Interpretieren von Liedern.

Mehrere Programme sind Teil meines Repertoires.

Wenn ich mir was wünschen dürfte - Das Leben von Friedrich Hollaender // Das gibt´s nur einmal - Werner Richard Heymann // In einem kleinen Café in Hernals - Das Leben von Hermann Leopoldi interpretiert durch seine Lieder // Was hast du schon davon, wenn ich dich liebe? // und andere literarisch-musikalische Abende 

 

DIE KÜNSTLERIN UND BESONDERE FRAUENFIGUREN 

Öfter hatte ich Gelegenheit in Soloabenden oder Zweipersonenstücken interessanten Frauenfiguren nachzuspüren. Obwohl man annehmen könnte, dass ich mir diese Rollen als Theaterleiterin selbst ausgesucht habe, war das nicht so. Ich musste zur Darstellung jedes Mal durch AutorInnen und Regisseure überredet werden. Nie habe ich mir die Figuren von vornherein zugetraut. Ich hatte und habe sehr viel Respekt vor Ikonen. Vielleicht ist deshalb letztlich doch einiges geglückt. Bereichert hat mich die Arbeit jedenfalls immer.

Hier eine Auswahl: 

Hedy Lamarr, die “schönste Frau der Welt”, die bahnbrechende Erfindungen gemacht hat;

Marlene Dietrich, deren Monolog wir während der Proben auf meinen Einfall von der Ich Erzählung in die überhöhte 3. Person gebracht haben, wodurch ein äußerst interessantes Verhältnis von Nähe und Distanz entstanden ist,

Melina Mercouri, für die ich ein paar Sätze und einige Lieder auf Griechisch gelernt und mich mit griechischer Zeitgeschichte beschäftigt habe,

Romy Schneider, bei der ich Bedenken hatte, weil es sehr gute Portraits gibt und mir ihre Geschichte so nah geht,

Jeanne d´Arc, in einer halbszenischen Aufführung des Oratoriums von Honegger, eine ganz große Herausforderung

Eva Peron, die viele als tolle Musicalrolle kennen und die ich vor 3 Jahren im Schauspiel darstellen durfte

 

Aktuell ist der Plan, dem Publikum die Chansonlegende Juliette Gréco nahezubringen. Ich werde sie nicht darstellen, sondern versuchen durch ihre Lebensgeschichte, Gedanken und Lieder ihre Persönlichkeit in Erinnerung zu rufen..

 

Nur Bertha von Suttner habe ich mir selbst gewählt. Die Lebensgeschichte dieser Frau, ihr Einsatz, ihre Intelligenz und Bereitschaft sich neu zu definieren und entgegen aller Schwierigkeiten für ihre Vision, den Frieden zu kämpfen, finde ich weiter faszinierend. 2012 fand die Uraufführung meines ersten Theaterstücks "Ich will! Das Leben der Bertha von Suttner" statt. Bald darauf begann ich an der Musicalversion zu schreiben mit dem Komponisten Béla Fischer. Erste konzertante Voraufführungen folgten 2014 und 2016 und wir hoffen weiterhin auf die szenische Version.